but words escape me...
nachtfacetten

verstört klammerte er sich an die lehne seines stuhls. das nackte holz bohrte sich in seine verkrampften finger.

der hörer des altmodischen telefons war geräuschvoll auf den alten holzfußboden aufgeschlagen und hatte die katze auf den kamin getrieben.

das wilde knistern des kaminfeuers durchbrach die herrschende stille.

die katze lief verschreckt auf dem kaminsims herum und warf die flackernde kerze um.

ein feuerwerk an funken explodierte auf den morschen dielen.

der beginnende halbmond warf ein verzaubertes licht auf die tanzenden flammen, die mit ihrem glanz den ganzen raum einnahmen.

in der ferne wirkte das schauspiel wie ein wildes ballett tausender von glühwürmchen.

kinder im entfernten dorf wachten auf und beobachteten mit leuchtenden augen das nächtliche lichtspiel, während ihre vormünder sich auf die terrassen setzten und den glanz der nacht in sich aufnahmen.

 

[nachtfacetten oder die menschliche eigenart des egoismus]

 

25.11.08 12:51
 


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